Schmerz

Was ist Schmerz?

Schmerz ist definiert als „eine unangenehme Sinnesempfindung, die mit einer echten oder potenziellen Gewebeschädigung einhergeht, oder mit Begriffen einer solchen beschrieben wird“1.

Schmerzen entstehen als Antwort auf einen Reiz, den der Körper wahrnimmt. Die Empfindung von Schmerzen ist aber höchst individuell und deswegen nur sehr schwer von außen zu beurteilen. Jeder Mensch empfindet Schmerzen unterschiedlich. Dies hängt auch zusammen mit einer Vielzahl von Faktoren, z.B. der Herkunft, Erziehung, bisherigen Schmerzerfahrungen und der aktuellen Verfassung.

Wie entstehen Schmerzen?

Schmerzen entstehen als Reaktion des Körpers auf einen inneren oder äußeren Sinnesreiz. Dieser Reiz hat üblicherweise eine Warnfunktion bzw. löst eine reflexartige Reaktion des Körpers aus. Dieser Reiz hat üblicherweise eine Warnfunktion, wie das Steinchen im Schuh, das wir entfernen, bevor es zu einer größeren Verletzung kommt. Der Reiz kann aber auch eine reflexartige Reaktion auslösen, wie z.B. das Zurückziehen der Hand bei einer drohenden Verbrennung. Schmerz ist überlebenswichtig, um uns vor größeren Verletzungen zu bewahren. Ein Zuviel an Schmerz allerdings beeinträchtig das Leben enorm.

Der Schmerz an sich wird erst im Gehirn zu dem, als was wir ihn empfinden. Der Schmerz fängt an als Reiz der Nervenzellen, z.B. bei einem Schnitt in den Finger. Die Information „Verletzter Finger“ wird blitzschnell ins Gehirn weitergeleitet und dort dann bewertet. Diese unbewusste Bewertung ist entscheidend dafür, wie wir den Schmerz einordnen. Ist man schlecht gelaunt, einsam, traurig, empfindet man den Schmerz wohlmöglich als viel stärker, als wenn man eigentlich gut gelaunt und fröhlich ist. Nach einer Verletzung schüttet der Körper Schmerzhemmer aus, die Endorphine, die die Empfindung des Schmerzes verringern.

1 Part III: Pain Terms, A Current List with Definitions and Notes on Usage" (pp 209-214) Classification of Chronic Pain, Second Edition, IASP Task Force on Taxonomy, edited by H. Merskey and N. Bogduk, IASP Press, Seattle, 1994