Folgen von andauernden Schmerzen

Bei einer akuten Verletzung kann der Körper den Schmerz unterdrücken, um die Funktion des Körpers aufrechtzuerhalten. Nach einem Unfall bemerkt der Verletzte so zum Beispiel die Verletzung nicht und kann sich dadurch selbst aus der Gefahrensituation bringen. Dies geschieht unter anderem durch die Freisetzung von körpereigenen Schmerzhemmern (Enkephaline, Endorphine).

Unter Schmerzgedächtnis versteht man den Effekt, den andauernde Schmerzen auf das Gehirn haben. Hierbei spielen auch Verhaltensänderungen bedingt durch den Schmerz eine Rolle. Der Schmerz wird mit bestimmtem Verhalten verknüpft und dieses Verhalten daraufhin vermieden. Treten z.B. starke Rückenschmerzen bei bestimmten Bewegungen auf, werden diese Bewegungen vermieden, um keine neuen Schmerzen zu verursachen. Durch diese veränderten Verhaltens- und Bewegungsabläufe können aber neue Schmerzen entstehen, da sie den Körper anders belasten. Die Angst vor und Erwartung von Schmerzen und die tatsächlich eintretenden Schmerzen ergeben das Schmerzgedächtnis. In der Behandlung ist es wichtig, dieses Verhalten zu durchbrechen und einen neuen Umgang mit den Schmerzen zu erlernen.